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"The statistics about reading
are particularly discouraging:
The average software developer doesn't own a single
book on the subject of his/her work, and hasn't ever
read one"
-- Tom DeMarco & Timothy Lister
Obwohl es mittlerweile Tausende von Büchern zum Thema Softwareengineering
gibt, ist es nicht leicht, zu entscheiden, ob ein Buch es auch wert ist,
gekauft und gelesen zu werden.
Nachfolgend finden Sie eine ganze Reihe von Büchern, die wir selber
gelesen und für hervorragend befunden haben. Alle diese Bücher
haben neben ihrer hohen Qualität noch eine weitere Gemeinsamkeit:
Sie sind frei von irgendwelchen Technologien. Natürlich braucht ein
professioneller Softwareentwickler auch eine Vielzahl von Büchern
über C++, Java, UML, CORBA, COM, SQL, XML usw. Die nachfolgenden
Bücher verfolgen jedoch einen anderen Zweck. Sie gestatten es dem
Entwickler/Projektleiter/Manager einen Blick über den Tellerrand
hinaus zu werfen und mehr über die große Welt der "Softwareentwicklung"
zu lernen.
Spezialwissen über bestimmte Technologien ist wichtig, aber noch
wichtiger ist es, ein guter Softwareentwickler zu sein. Wenn man die Grundprinzipien
des Softwareengineerings beherrscht, und sich nicht nur auf Spezialwissen
verlässt, wird man langfristig Erfolg haben. Technologien kommen
und gehen, was bleibt ist eine solide Grundlage. Wenn diese Grundlage
mit einer ständigen Bereitschaft, neue Technologien zu lernen gepaart
ist, stehen alle Zeichen auf Erfolg.
Softwareengineering,
Software- und Projektmanagement
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S1
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Rapid Development
(Steve McConnell, Microsoft Press, 1996)
Dieses leicht lesbare, teilweise unterhaltsame Buch gibt viele
Beispiele wie man Softwareprojekte durchführen soll. Es enthält
eine Reihe von Empfehlungen ("Best Practices"), aber auch
eine Aufstellung klassischer Fehler ("Classic Mistakes"),
deren Kenntnis zum Rüstzeug aller gehören sollte, die
mit Softwareentwicklung in irgend einer Form zu tun haben.
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S2
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Peopleware (2nd Edition)
(Tom DeMarco, Timothy Lister, Dorset House, 1999)
Dieses Buch, das erstmals 1987 erschien, betont wie kein anderes
Buch, dass es bei Software in erster Linie um Menschen geht und nicht
um Technik. Zwar wollen Programmierer und Manager oft glauben, Software
werde ausschließlich durch Technologie bestimmt, die Erfahrung
jedoch zeigt, dass die an den Projekten mitwirkenden Personen den
größten Einfluss auf den Projekterfolg haben. |
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S3
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The Mythical Man-Month (Anniversary Edtion)
(Frederick P. Brooks, Addison-Wesley, 1995)
Die erste Ausgabe dieses Buches erschien 1975 und beschreibt Fred
Brooks Erfahrungen als Projektmanager bei IBM mit dem OS/360 Betriebsystem.
Obwohl dieses "Monsterprojekt" in den 60er Jahren entstand,
ist es verblüffend, wie zeitlos die Beschreibungen des Autors
sind. Pflichtlektüre für jeden Projektleiter. |
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S4
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Software Project Survival Guide
(Steve McConnell, Microsoft Press, 1998)
Im wesentlichen kann dieses Buch als Praxisleitfaden für Softwareprojektleiter
angesehen werden. Obwohl dieses Buch teilweise mit "Rapid Development"
überlappt, ist die Lektüre dennoch zu empfehlen, da es sehr
systematisch aufgebaut ist und Schritt für Schritt durch die
Projektphasen führt. Zusätzlich sind viele nützliche
Checklisten und Formatvorlagen für die tägliche Projektpraxis
enthalten. |
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S5
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Death March
(Edward Yourdon, Addison-Wesley, 1999)
Dieses Buch geht einen völlig anderen Weg. Während andere
Bücher beschreiben, wie man chaotische Projekte vermeidet, vertritt
der Autor dieses Buches die Meinung, dass man irgendwann immer mal
mit einen "Death March Projekt", also einem Projekt, dass
eigentlich dem Tod geweiht ist, konfrontiert wird. Ed Yourdon erklärt,
wie solche Projekte entstehen und gibt unzählige Tipps, wie man
das Beste aus seiner Situation machen und auch solche scheusslichen
Projekte "überleben" kann. |
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S6
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Extreme Programming Explained
(Kent Beck, Addison-Wesley, 2000)
Dieses Buch hat seit seinem Erscheinen für viel Wirbel gesorgt.
Das Schöne an Beck's Methodik, "Extreme Programming",
ist, dass sie den Entwicklern "Spaß" macht, im Gegensatz
zu anderen "schweren" Softwareprozessen, wie z. B. CMM.
"Extreme Programming" hat jedoch auch seine Grenzen (z.
B. ist es völlig ungeeignet für Teams mit 200 Softwareentwicklern
die eventuell auch noch über den gesamten Erdball verteilt
sind), worauf der Autor jedoch mehrfach hinweist.
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S7
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The Psychology of Computer Programming (Silver Anniversary
Edition)
(Gerald M. Weinberg, Dorset House, 1998)
Dieser Klassiker erschien erstmals 1971, und hat dasselbe Thema
wie "Peopleware". Software wird von Menschen erstellt und
deswegen haben Menschen den größten Einfluss auf die Software.
Weinberg geht jedoch noch stärker auf die Psyche des Softwareentwicklers
ein. |
Programmierung
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P1
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Code Complete
(Steve McConnell, Microsoft Press, 1993)
Das Buch für den Softwareentwickler schlechthin. Es beschäftigt
sich zu zwei Drittel mit Themen aus dem Bereich "Software Construction",
wie z.B. Design, "Code Layout", Programmierkonventionen,
"Unit Testing", "Code Tuning" und "Debugging".
Es enthält eine Unmenge an praktischen Tipps und ist in einem,
teilweise sehr unterhaltsamen Stil geschrieben. Es geht aber auch
auf andere weiterführende und wichtige Aspekte der Softwareentwicklung
ein. Dazu zählen Anforderungsanalyse, Architektur, Softwareintegration,
Qualitätssicherung, Projektmanagement und -- last but not least
-- den Faktor Mensch in der Softwareentwicklung (siehe auch "Peopleware"). |
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P2
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The Pragmatic Programmer
(Andrew Hunt and David Thomas, Addison-Wesley, 2000)
Ein -- wie der Titel verspricht -- sehr pragmatisches Buch, das
den Softwareentwickler überzeugt, seinen Beruf mit anderen
Augen zu sehen. Es enthält unzählige Tipps, die auch noch
zusammengefasst in Form einer Referenztabelle dem Buch beiliegen.
Das Buch ist in einem sehr lockeren Stil geschrieben und voll von
unterhaltsamen Geschichten und Analogien.
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P3
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Programming Pearls (2nd Edition)
(Jon Bentley, Addison-Wesley, 2000)
Dieses Buch beschreibt die praxisgerechte Anwendung von Algorithmen
und Datenstrukturen. Es ist kein Ersatz für ein klassisches Lehrbuch,
sondern zeigt vielmehr, wie man auf elegante Art und Weise Probleme
lösen kann, die in der Softwareentwickler-Praxis immer wieder
auftreten. Ein Bestseller seit 1985. |
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P4
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The Practice of Programming
(Brian W. Kernighan, Rob Pike, Addison-Wesley, 1999)
Teilweise sehr ähnlich -- wenn auch deutlich kompakter --
als "Code Complete", der Fokus lieht jedoch bei der Programmierung
(Stil, Layout, "Debugging", Testen, "Code Tuning"
etc.). Eine Behandlung weiterführender Aspekte, wie z. B. bei
"Code Complete", ist nicht enthalten.
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Diese Bücher sind so wertvoll, dass wir empfehlen, sie möglichst
alle zu lesen und am besten gleich mehrmals. Falls Sie jedoch nicht so
viel Zeit und Geld investieren möchten, empfehlen wir P1 und S2,
falls Sie -- zumindest hin und wieder -- mit Quelltexten konfrontiert
werden (z. B. Programmierer, Team-/Gruppenleiter). Wenn sie nicht mehr
direkt mit Quelltexten arbeiten und eher leitende Funktionen übernehmen
(z. B. Projektleiter, Abteilungsleiter), sollten Sie sich zumindest S1
und S2 ansehen.
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